Dienstag, 19. April 2011

Once again

Möglicherweise sollte man akzeptieren, dass es einige Dinge im Leben gibt, die nicht für einen selbst sind.
Beispielsweise: Nagellack. Offene Schuhe. Kinder.
Zerbricht man sich darüber den Kopf? Nein, es ist in Ordnung. Andere gerne, man gönnt ja jedem das seine - aber nicht für mich.
Ist doch gar nicht so schlimm? Also. Warum nicht auch einfach akzeptieren, dass es zu den Dingen im Leben, die nicht für einen selbst sind, gehören könnte, einen tollen Mann zu finden, den man behalten möchte und der einen selbst behalten möchte.
Man akzeptiert so vieles ohne es zu hinterfragen, nimmt es einfach hin - warum nicht auch diesen Teil des Lebens?
Gnnnnnnaaaaaaaaaaaargs - weil da dieser kleine verkappte Romantiker in einem nur so auf Situationen lauert, in denen er seinen großen Auftritt hinlegen kann. Schnell die Zugbrücke herunterkurbeln und immer rein damit! Objektivität? Ach was, braucht kein Mensch. Vernunft? Treten wir mal so nebenbei in den Burggraben.
Was nützt einem die uneinnehmbarste Festung, wenn irgendein Saboteur (der dummerweise Teil eines Selbst ist) nur darauf lauert, bei der ersten Gelegenheit Tür und Tor zu öffnen und dem Fremden Einlass zu gewähren. Und wenn man hinterher feststellen muss, dass es der Feind war, den man reingelassen hat, und er mit seinen schmutzigen Schuhen auf deinen zartbeigen Teppichen herumgelatscht ist, ohne die Schönheit wahrzunehmen, mit der du deine Burg so liebevoll eingerichtet hast - ja, wenn man das feststellt, nützt es auch nichts, den Verräter namens Roman-Tik von und zu Hoffnung hinzurichten. Dieses kleine Vieh ist leider unkaputtbar und nur durch Sprengung der ganzen Festungsanlage ins Jenseits zu befördern.
Dumm nur, dass dann alle draufgehen würden.